Alltagsideen

Praktische Spiritualität

Die “Alltagsideen” sind oft einfache Gedanken? Warum?

Die “Alltagsideen” sind meistens keine neuen Gedanken? Warum?

Einfache Ideen zu alltäglichen Themen können unser Leben transformieren! Schau dich mal um, in unserer Gesellschaft, in deiner direkten Umgebung: Welche Ideen lassen sich am einfachsten umsetzen? – Die Einfachen! Die Kraft der Transformation liegt in den kleinen praktischen Dingen! Das Einfache funktioniert im Alltag.

Ideen, die funktionieren, tauchen in den Traditionen der Welt immer wieder auf. Um dein Leben mit dir selbst zu füllen, brauchst du keine neuen Ideen erfinden. Wenn du achtsam bist, stolperst du bestimmt über eine Idee, die zu dir passt. Doch umsetzen kannst nur du diese Idee!

Wenn du von Etwas inspiriert bist, orientiere dich am Moment. Da du die meisten deiner Momente in deinem täglichen Leben verbringst, orientiere dich an deinem Alltag. Wenn du Lust hast, dein Leben mit dir selbst zu füllen, dann ist dein Prüfstein der Alltag.  Natürlich macht es Freude, auf einem Meditationsseminar tiefgreifende Einsichten zu haben. Oder auf einer inneren Reise die Einheitserfahrung zu machen. Aber diese Erlebnisse sind nicht das Ziel. Sie sind eine Aufforderung!

Du hast es erlebt – also lebe es!

Praktische Spiritualität drückt sich auf allen Ebenen aus. Auch in der materiellen Ebene. Wenn eine Erkenntnis auf der gedanklichen Ebene hängen bleibt, schau nach, wie sich diese Idee umsetzen lässt. Und wenn sich ein Gedanke nicht leben lässt, dann ist es vielleicht nicht der passende Gedanke oder nicht der passende Moment. Finde das Passende!

Spiritualität ist persönlich. Das, was für dich gerade sehr aktuell ist, kann für einen anderen völlig unpassend sein. Trotzdem ist es für dich momentan richtig. Teile deine Ideen mit deiner Umwelt, aber erwarte nicht, dass deine Umgebung genau die gleichen Ideen haben muss. Nur weil viele Menschen etwas glauben, muss es nicht zwingend für dich passen. Und nur weil etwas für dich passt, ist es noch lange nicht allgemeingültig.

Finde den Mut in dir, deine eigene Wahrheit zu finden und zu leben.

Dazu habe ich eine einfache Anregung (ja mal wieder einfach):

Schreibe Deine Ideen und Vorhaben auf. / Mache kleine umsetzbare Schritte daraus. / Hänge den Zettel an den Spiegel oder lege ihn weg. /Dann gehe in den Alltag und erinnere dich jeden Morgen an dich selbst. /… Lebe! … /  Schaue nach einem Monat nach, ob Du die Ideen umsetzt.

 Erinnere dich, wer du sein willst!

Viel Freude beim Du-Selbst-Sein wünscht Kay Sebastian Frohnert

 

 

Emotionen

Letztens in der Yogastunde hatten wir einige anstrengende Asanas im Programm. Eine ganze Weile herrschte Stille. Nach einer Weile kam aus der Runde ein leises „Ufff“. Da war er. Der spontane Ausdruck dessen, was wir alle spüren konnten. Kurz und bündig vertont: „Ufff“.

Das erinnert mich an Situationen aus meiner Lehrerausbildung in denen die ganze Yogagruppe die Asana bis zum Anschlag ausführte, eine halbe Stunde ohne den kleinsten hörbaren Schnaufer.  Häufig verleihen wir unseren inneren Regungen keinen Ausdruck. Wir stehen die Situation ohne die kleinste Äußerung durch. Ja, manchmal schenken wir unseren Gefühlen und Wahrnehmungen nicht einmal selbst Aufmerksamkeit.

Dabei ist das so einfach. Und es macht viele Situationen angenehmer.

Emotionen

Emotionen sind unsere täglichen Begleiter. Solange wir einen Wunsch oder eine Einstellung zu den Ereignissen um uns herum haben, begleiten uns auch Emotionen. Manchmal ganz leise und verborgen.  Emotionen bestimmen viele unserer Entscheidungen und Handlungen. Das ist meistens nicht mehr so offensichtlich, wie in unserer Kindheit. Die meisten von uns haben gelernt, ihre Emotionen zu verbergen.

Aber egal, ob wir unsere Gefühle ausdrücken oder verstecken. Gefühle beeinflussen unser tägliches Leben.

Emotionen sind wichtig und haben wenigstens ab und zu unsere volle Aufmerksamkeit verdient. Wir können mit unseren Gefühlen eine Menge machen. Wir können den verborgenen Hinweis erkennen. Wir können die Gefühle ins Fließen bringen und ihre Kraft als Motivation nutzen. Wir können darüber meditieren, uns durch unsere Gefühlsblockaden durchatmen, unsere Gefühle im Sport ausleben und und und. Oft brauchen wir nur ein paar Minuten und es passt wieder im Innen und Außen.

 

 

 

 

Aber, was machst du, wenn du mitten im Alltag bist? Wenn du dir keine zehn Minuten nehmen kannst. Dann drücke deine Gefühle aus!

-          Wenn die Freude da ist … einfach mal Lächeln, oder sogar Lachen … mit Geräusch.

-          Wenn ein Wütchen aufkommt … einfach mal Schnauben, bevor eine erwachsene Wut draus wird.

-          Wenn etwas schief geht … ein kleines „manno“. Dampf ablassen, bevor du weitermachst.

-          Wenn eine Situation anstrengend ist … einfach mal Stöhnen, zum Druck rauslassen.

-          Wenn etwas schön ist … auch stöhnen, aber anders.

-          Wenn da ein Gefühl ist – drauf reagieren und einen zu dir passenden Ausdruck finden.

Das braucht nur einen Augenblick. Und es verbindet deine Innenwelt mit deinem Alltag. Ob das die Freude an einem beschwingten Song im Radio ist, oder der Druck, den dein nächster Geschäftstermin schon im Voraus erzeugt, oder das freie Gefühl, an einem Sommertag in den Schäfchenwolkenhimmel zu schauen.

 Rauslassen!

Das muss ja kein riesiger Gefühlsausbruch sein. Aber bevor du es runterschluckst, finde deinen persönlichen Ausdruck. Und wenn du möchtest, dann bekommt deine Umgebung auch etwas von deiner gefühlten Welt mit. Immerhin sind Gefühle doch die Würze in der Suppe des Lebens.

Und wenn du schon dabei bist, dann kannst du dich auch gleich noch freuen, dass du kein Roboter bist. Du bist ein emotionales Wesen! So ein Reichtum!

 

Ich wünsche Dir einen Tag erfüllt mit lebendigen Gefühlen – und viel Freude beim Ausleben.

Kay Sebastian Frohnert

 

 

Überfluss

Letztens wanderte ich mit einem Freund am Lech entlang. Der Lech hat viele Staustufen die durch den Regen der letzten Wochen randvoll sind. Das überschüssige Wasser donnerte nur so über die Stauwand. Beeindruckend!

Wir redeten beim Weitergehen noch eine Weile über die Kraft der Elemente. Über den Reichtum der Natur. Über den Überfluss, den Mutter Erde bereithält.

ÜBERFLUSS

Genau so, wie das überschüssige Wasser an der Staumauer, sind viele Dinge in unserem Leben überflüssig. Ich meine mit überflüssig, dass wir diese Sachen oder Handlungen im Moment nicht unbedingt benötigen. Manche überflüssigen Dinge machen uns Freude. Daraus machen wir manchmal sogar ein Hobby und sammeln sie. Manche überflüssigen Dinge behindern uns und sind uns im Weg. Das können Gegenstände, Handlungen und Gewohnheiten sein.

Manche sagen ja auch, wir leben in einer Überflussgesellschaft. Aber anscheinend geht viel von der Freude und Kraft die man bei all dem Überfluss erwarten könnte, an uns vorbei. Und das darf sich meiner Meinung nach ändern.

Der Überfluss an sich – also wenn wir etwas nicht unbedingt, notwendig, absolut brauchen – ist ein Anzeichen von Fülle. Das ist wie mit dem überlaufenden Wasser, es wird im Moment nicht gebraucht. Und wenn es weiter fließt, dann erzeugt es dieses kräftige Gefühl von überbordender Fülle. Ein Gefühl an dem wir uns erfreuen können. Und wenn der Überfluss Freude bringt, dann ist er nicht überflüssig.

Wenn wir das überfließende Wasser aufstauen wollen, dann geht dieses Reichtumserlebnis schnell verloren. Das Wasser bleibt im Stausee. Das können wir nur noch am Wasserstand ablesen. Das Wasser steht rum. Die ursprüngliche Kraft ist erst erlebbar, wenn das Wasser wieder fließt. Außerdem brauchen wir eine größere Staumauer, um mehr Wasser zu halten. Das kostet uns Kraft, Aufmerksamkeit und Lebenszeit.

Nur, weil mehr da ist, als du brauchst, musst du noch lange nicht alles nutzen.

Der Bankkaufmann in mir springt natürlich gerade im Quadrat . Der kennt dafür nur ein Wort: Verschwendung. Aber das Gefühl an der Staumauer beeindruckt auch diesen Teil meiner Persönlichkeit. Außerdem ist das Wasser ja nicht verloren, es kann an der nächsten Staustufe genutzt werden. Das befriedigt auch den Wirtschafter in mir. Ressourcen teilen ist sinnvoll. Dann haben mehr Menschen etwas davon.

In vielen Bereichen unserer Gesellschaft sehe ich die Bestrebung, alles nutzen zu müssen, was wir in die Hände kriegen. Aber wenn das Grundgefühl dabei die Angst ist, etwas zu „vergeuden“ oder zu „verlieren“, dann kannst du noch so effizient werden, du erzeugst kein reiches Lebensgefühl. Die Aufmerksamkeit liegt auf Mangel und Verlust. Kein Überfluss.

Aber darum geht es ja. Über-Fluss! Fluss! Fließen!

Mir fallen da viele Situationen ein, mit denen sich Überfluss erleben lässt.  Das kann ja auch ein kleines „Überflüsschen“ sein. Um das zu erleben, braucht es selten große Heldentaten. Du kannst zum Beispiel deinen Arbeitskollegen auf ein Bier einladen ohne eine Gegeneinladung zu erwarten. So lebt ihr beide für diesen Moment im Überfluss. Oder du kannst Freunden kleine Geschenke machen. Blumen, Postkarten, kleine Aufmerksamkeiten, etwas Gebasteltes. Überfluss ist ja zum Glück nicht auf die materielle Ebene beschränkt. Kreativität kann man auch gut teilen. Ein Gedicht, eine kleine Zeichnung, ein Lied, eine Fußmassage. Alles Dinge, mit denen sich Überfluss erleben lässt.

Vielleicht hast du Gegenstände, die du im Moment nicht dringend benötigst. Sachen die du nur ab und zu nutzt. Was könnte das sein? Mir fallen da spontan Bücher, Sportgeräte und Urlaubsausrüstung ein. Es gibt aber bestimmt noch mehr. Eine gute Möglichkeit diesen Überfluss in Aktion zu erleben ist: Teilen. Du kannst die Sachen zusammen mit anderen Menschen nutzen, so dass jeder seine Freude daran hat. Natürlich kannst du die Dinge auch verborgen oder verschenken.

Überfluss erlebt sich gut im Miteinander

So erzeugt dein Überfluss gleich noch ein reiches Gefühl in deiner Umgebung. Vielleicht hast Du ja noch ganz andere Ideen, wie du den Überfluss in deinem Leben erleben kannst. Aber denke daran:

Es gibt nur Eine, die das machen kann. Dich selbst!

Viel Spaß dabei.

 

 

Kröte und Schnecke

Kröten fressen Schnecken. So habe ich das gelernt und ich habe es sogar schon gesehen. Nun ja, neulich habe ich Folgendes erlebt:

Es regnete, wie schon seit Tagen. Gutes Sommerwetter, nicht so nach meinem Geschmack, aber für Schnecken und Kröten super. Also machte sich ein Schneckchen auf den Weg über unsere Terrasse zu ihren Lieblingsblättern. Aber dort saß Frau Kröte, ihre TODFEINDIN.

Ich dachte: „Nun kommt das Unvermeidbare. Das ist eben der Lauf der Natur.“

Aber die Schnecke kroch einfach weiter. Sie hat die Kröte nicht irgendwie spektakulär besiegt. Aber überwunden – und zwar im Sinne des Wortes! Gaaaanz langsam ist sie über die Kröte hinweg gekrochen. Geduldig und zielstrebig. Letztendlich kam sie sogar bei ihrem Ziel an: grüne Blätter! Das dauerte zwar ein Weilchen, aber es hat funktioniert. Ganz leise und unaufgeregt hat Schneckchen ihre Idee in die Tat umgesetzt.

Selbst, wenn unser Ziel nicht unbedingt die grünen Blätter sind. Vielleicht können wir etwas vom Schneckchen lernen. Geduld, Zielstrebigkeit und … Unbeirrbarkeit. Unser Schneckchen ließ sich nicht von der Kröte abhalten. Sie kroch weiter auf das Ziel ihrer Träume zu.

Was ist Dein Traum?         Wo sitzt Dir die Kröte im Wege?

Mach einfach weiter! Lass Dich nicht beirren!

 

Viel Erfolg beim Verwirklichen Deiner Träume!

Kay Sebastian Frohnert

 

 

Das Labyrinth des Lebens

Wenn Du aufmerksam durch ein Labyrinth gehst, dann fällt Dir Eines auf:

Selbst, wenn Du Dein Ziel klar im Blick behältst, Du weißt nicht immer, auf welchem Weg Du zu diesem Ziel gelangst. In einem klassischen Einweglabyrinth kommst Du zwar auf jeden Fall an Dein Ziel. Doch der Weg dorthin ist verschlungen.

Mit dem Labyrinth ist es, wie mit dem Leben. Selbst, wenn Dir Deine Wünsche und Ziele klar sind. Die Einflüsse, denen Du auf dem Weg begegnest, erkennst Du erst dann, wenn Du da bist. Du erfährst im Labyrinth das Wesen des Lebens.

 

Das Leben als Weg.

Nun ist unser Leben immerhin kein Einweglabyrinth. Es sind uns nie alle Fakten unserer aktuellen Situation bekannt. Und wenn wir noch so genau beobachten, unser Intellekt kann keine „sichere“ Analyse für unseren nächsten Schritt abgeben. Es wird immer wieder überraschende Wendungen geben. Der Weg durch das Labyrinth lässt uns „verstehen“, warum bei den Entscheidungen des Lebens die Intuition genauso wichtig ist, wie der Intellekt.

Intuition und Intellekt -  Seite an Seite

Wenn Du rückwärts durch ein Labyrinth gehst, dann ist das eine spannende Erfahrung. Da gehst Du also. Und Du achtest automatisch auf Deinen momentanen Schritt. Du siehst den Weg der hinter Dir liegt. Aber mehr als ein paar Schritte voraus, siehst Du selten.

Im Leben ist es ähnlich. Wir können uns an Erlebtes erinnern. Unsere Wahrnehmung erfasst den Moment. Aber unsere Zukunft bleibt offen. Vom Standpunkt der Wahrnehmung könnte man sagen: Wir gehen unseren Lebensweg rückwärts. Doch unseren aktuellen Schritt, den können wir beachten und lenken. Im Labyrinth und im Leben.

Der Schritt „hier und jetzt“ ist der Wichtige!

Die persönlichen Ziele im Blick behalten und auf den momentanen Schritt achten. Das kann Jede / Jeder von uns! Nicht nur im Labyrinth.

Viel Spaß bei Deinem nächsten Schritt.

 

Siehe auch:  www.kieselklang.net

 

 

Mach mal ´ne Pause

Unser Alltag ist oft von morgens bis abends voll mit Terminen. Es ist total normal, dass man schon weiß, was man am nächsten Tag alles macht, oder sogar die ganze Woche lang. Oder noch länger. Und wenn man es selbst nicht weiß, dann weiß es das Smartphone.

Das kennst Du bestimmt! Eigentlich gibt es immer etwas zu tun. Ob das nun die Arbeit ist oder Erledigungen wie Einkaufen und sich um den Haushalt kümmern.

Wenn wir wollen, dann haben wir einen „vollen“ Tag. Und wenn wir irgendwo eine Lücke entdecken, dann finden wir sofort eine Beschäftigung. Immerhin bietet unsere Freizeit genügend Ideen, die wir noch in den Tag reinbekommen wollen. Das kann sich zu richtigem Freizeitstress entwickeln.

Manchmal müssen wir uns richtig beeilen, dass wir alles in der geplanten Zeit erledigen. Auch unser Hobby und Treffen mit Freunden. Und dann schaffen wir es doch nicht.

Und dann? Geht dann die Welt unter? Also aus meiner Erfahrung dreht sich die Erde eben doch einfach weiter. Und ich mit ihr.

Also wenn die Welt nicht untergeht, warum müssen wir denn so unendlich viel in unseren Tag bekommen? Wenn wir uns unseren Tagesplan anschauen, dann könnten wir uns folgende Fragen stellen:

Ist das wirklich unbedingt notwendig?  /  Was würde passieren, wenn ich es heute einfach sein lasse? /  Wenn es nicht nötig ist, mache ich es, um Spaß zu haben?  /  Habe ich auch Spaß?  /  Genieße ich die Dinge, die ich tue? Es ist ja schließlich mein Leben!  /  Muss ich das wirklich selbst tun? /   Wenn nicht, wer kann es dann tun?  /  Geht das auch schneller oder leichter?  /  Will ich es genau so machen, wie ich es mache?  /   Was erwarte ich mir eigentlich als Erfolg?  /   Mache ich die Sache nur um der Tätigkeit willen?      …

Solche und ähnliche Fragen könnten wir uns stellen. Aber dafür müssten wir uns ja auch wieder Zeit nehmen. Und Zeit ist bekanntlich knapp. Manche meinen ja sogar, Zeit sei Geld.

Doch genau hier liegt ein Knackpunkt! Wir nehmen uns die Zeit nirgendwo her. Eigentlich geben wir uns selbst die Zeit. Wir geben uns vor, was wir wann machen möchten. Manchmal geben uns das auch andere Personen vor, aber wir akzeptieren es.  Und die Zeit die wir uns für eine Tätigkeit geben, die haben wir entgültig gegeben. Das war´s dann! Wenn wir etwas noch einmal machen, dann müssen wir dafür noch einmal einen Teil unseres Lebens geben. Mit der Entscheidung, etwas bestimmtes zu machen, schenken wir uns selbst eine bestimmte Erfahrung zu einer bestimmten Zeit.

Jetzt fragst du dich vielleicht:  ” Wo ist da der Unterschied?” “Ob ich mir nun Zeit nehme oder gebe?”

Da ist ein riesiger Unterschied! Wenn wir etwas tun, dann können wir uns dafür nicht irgendwoher Zeit nehmen. Woher denn? Wer gibt uns denn die Zeit? Mal abgesehen von Gott. Und der hat uns ja mit Entscheidungsfreiheit beschenkt, womit wir unser Leben verbringen. Wir geben Zeit her! Und zwar jeweils einen Teil von der verbleibenden Zeit unseres Lebens. Und die ist ja wohl wertvoll. Oder?

Wenn wir also etwas so Wertvolles hergeben, dann macht es auch wieder Sinn, sich mal zu fragen, wofür man seine Zeit gibt! Diese Zeit kannst Du Dir auch selbst schenken. Eine Pause machen und durchschnaufen!

Ich meine das wortwörtlich: Jetzt! Ich lass Dir Zeit.

 

Ein großes Geschenk an einer bewussten Pause ist, dass wir etwas Zeit für uns bekommen. Zeit für einen erfüllten Moment! Wir füllen unser Leben zwar mit allen möglichen Aktivitäten, doch ist es deshalb auch erfüllt? Wir können Dank elektrischer Beleuchtung die ganze Nacht durcharbeiten. Wir können Dank Mobiltelefon noch schnell Dinge mit Leuten besprechen, die gar nicht da sind. Wir können, ohne eine Pause zu machen, so viel erledigen und noch mehr. Aber fühlen wir uns damit erfüllt?

Also, zur Erfüllung gehört für mich auch das Gefühl, „erfüllt zu sein“. Bestimmt ist dieses Gefühl für jeden anders. Wir sind ja zum Glück verschieden. Aber eines ist gleich! Wir brauchen Aufmerksamkeit, um festzustellen, wie es uns geht. Sonst können wir gut einen Tag an uns selbst „vorbei“ leben. Ich glaube jeder von uns hatte schon einmal einen Tag an dem er / sie ganz viel erledigt hat. Du warst den ganzen Tag aktiv, hast getan und gemacht. Und abends merkst du, dass du ein leeres Gefühl hast. Du setzt Dich hin und denkst eine Weile nach, so über dies und das. Und plötzlich bist Du wieder da und das leere Gefühl ist weg.

Das meine ich mit einer Pause, die Du Dir selbst schenkst. Du kommst zurück zu Dir. Jemand mit einer esoterischen Sicht würde vielleicht an das Gesetzt der Balance denken, oder an Yin und Yang, das Spiel von Ruhe und Aktivität …

Ich denke vor allem an ein erfülltes Leben. Eines, in dem wir wirklich präsent sind und das auch genießen.

Das kannst Du Dir schenken!

 

Viel Freude dabei!

Kay Sebastian Frohnert

 

 

Erfolg

In unserem Leben geht es sehr oft um Erfolg. Erfolg kann man erreichen. Man kann ihn messen. Man kann ihn vorzeigen. Man kann ihn ausbauen.

Ich glaube, jeder von uns hat schon einmal Erfolg gehabt. Genauso wie Misserfolg. Erfolg ist eben das, was auf eine bestimmte Handlung oder Entscheidung hin erfolgt. Und es erfolgt eigentlich immer etwas. Nur eben nicht immer das, was wir wollten.

Aber was wollen wir eigentlich? Wollen wir den Erfolg, oder stehen hinter dem Erfolgsziel andere Wünsche? Nach meiner Erfahrung möchten viele Menschen glücklich sein und sich geliebt fühlen. Manche versuchen das durch äußere Leistung zu erreichen. Doch selbst wenn wir erfolgreich sind, geht es meistens nach dem Erfolg  gleich weiter. Kein Platz und keine Zeit für Freude oder Liebensbezeugungen. Der Erfolg ist eben nur ein Schritt auf dem Weg.

 

Es gibt bestimmt noch viele andere Motivationen für unser Erfolgsstreben. Doch bleiben wir ein wenig beim Glücklichsein.

Nimm Dir kurz Zeit. Atme sieben tiefe langsame genüssliche Atemzüge. Komme im Moment an. Dann erinnere Dich an Deinen letzten kleinen Erfolg. Etwas was erfolgt ist. Und nun schenke Dir selbst die Zeit, Dich darüber zu freuen.

Ein kurzen Moment für Dich selbst. Ein kleines Lächeln. Vielleicht sogar das Gefühl, dass Du Dich selbst lieb hast in diesem Augenblick.